Mann im Schatten

Zeiten ändern sich. Immer schon und ständig wieder. Früher war der Comic-Leser noch ein weltfremder Außenseiter, gerne mit Übergewicht unter dem schmierigen Shirt und über die Brille fallenden Resten einer Nichtfrisur.

Wolverine änderte das.

Oder besser: Hugh Jackman änderte das.

Früher wäre es kaum vorgekommen, dass sich zwei Frauen über Wolverine unterhalten und auch noch wissen, wer das eigentlich ist. Heute gehen die Beiden gleich noch weiter: „Sag deinem Freund doch, das sei total der Action-Film, dann geht er mit dir schon rein, haha,“ sagt die eine zur anderen, während beide in der Sonne liegen, sich bräunen, siegessicher ihren Plan belachend, den Mann so in einen Frauenfilm zu locken.

Einen Frauenfilm? Ist „X-Men Origins: Wolverine“ tatsächlich ein Frauenfilm? Nur weil Hugh Jackman plötzlich als unglaublich erotischer Mann gilt? Festzustellen ist tatsächlich, dass der Wolf-Mann-Monster-Held von „X-Men 1“ (2000) doch animalischer, wilder erscheint, während er in „X-Men Origins: Wolverine“ (2009) gerade in Momentaufnahmen fast schon nach Model-Schule aussieht:

Wolverin anno 2000

Wolverin anno 2000

Wolverine anno 2009

Wolverine anno 2009

Damit ist, Hugh Jackmans Image sei Dank, Wolverine vielleicht wirklich von der Identifikationsfigur unzähliger Jungs zum schmuse-animalischen Alpha-Womanizer geworden. Bleibt dem pickligen Jungen wohl wieder nur der Comic – genau wie früher. Manchmal ändert sich nämlich doch nicht so viel.

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