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Cannibal Corpse und ihr bald zensiertes Album EVISCERATION PLAGUE

Cannibal Corpse und ihr bald zensiertes Album EVISCERATION PLAGUE

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat wieder zugeschlagen und nach jahrelanger Ruhe zwischen ihnen und ihrer früheren Lieblings-Band Cannibal Corpse mal wieder ein Album von ihnen auf den Index gestellt – oder zumindest kurz davor. Die Death Metaller sind mit dem Album EVISCERATION PLAGUE (2009) jetzt auf „Liste B“ gekommen. Damit darf das Album in seiner jetzigen Form nicht mehr verkauft werden. Das Minimum scheint, dass wie im Falle Rammstein und ihres Albums LIEBE IST FÜR ALLE DA (2009) eine indizierte Albumversion in den Handel kommt.

Zugegeben, Songs wie „Beheading And Burning“ oder „Shatter Their Bones“ sind jetzt nicht grad die kleine Nachtmusik, aber wie es schon immer bei Cannibal Corpse war, ist das halt Horror. Nicht mehr und nicht weniger. Auch das ist eine Form von Kunst – wie spätestens die Auseinandersetzung mit zum Beispiel den Filmen von George A. Romero zeigt.

Warum musste ausgerechnet jetzt wieder ein Album von Cannibal Corpse vor den Kader gezogen werden? Wenn es nicht gleich ganz weg muss. Sind momentan wirklich wieder Alle im Beschützermodus, der vor lauter Übereifer am falschen Ende ansetzt?

Anstatt Musik zu indizieren, die in etwa so gefährlich ist wie der Film ARMY OF DARKNESS (1992), sollte vielleicht mal etwas mehr Geld für Jugendzentren, Kinderhorte oder ähnliches ausgegeben werden. Obwohl: die Kassen sind ja leer und das Feigenblatt des beschützenden Zensierens ist deutlich günstiger. Über Sinn und Unsinn sollen folgende Generationen entscheiden. Sinnflut, da kommt sie.

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