Mann im Schatten

Kokowääh, der neue Film von Til Schweiger

Kokowääh, der neue Film von Til Schweiger (c) Warner Bros.

Eine der schwersten journalistischen Leistungen ist es, einen satirischen Beitrag zu schreiben – Glosse, überzogener Kommentar, oder ähnliches. Viele versuchen es, fast niemand schafft es. Meistens ödet der Autor seinen Leser durch endlose Zeilen gewollten Witzes.

Genau das ist jetzt wieder auf spiegel.de passiert – eigentlich ja DEM Internet-Flaggschiff (zumindest was den Erfolg angeht). Die Autorin mag „Kokowääh“, den neuen Film von Til Schweiger, nicht. Durchaus verständlich. Aber warum wird der Film nicht einfach verrissen, wenn er doch so schlecht ist?

„Aber seinen neuen Film ‘Kokowääh’ zu verreißen, fanden wir dann doch zu einfach.“ (Quelle: spiegel.de)

Die in der Dachzeile angekündigte „Til-Schweiger-Satire“ war anscheinend aber zu schwer, denn was der Leser 904 Wörter lang ertragen muss, ist nicht witzig, hat keine gute Grundidee, und ist deswegen schlicht langweilig. Vielleicht wäre ein einfacher Verriss, in aller Kürze aber Schärfe, doch besser gewesen, als das fiktive „Protokoll einer zufällig aufgenommenen Szene, die ein völlig neues Licht auf die Entstehungsgeschichte des Films“ (Achtung: Ironie) werfen soll.

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