Mann im Schatten

Max Höfer schreibt in seinem Artikel „Facebook, Google & Co: Wie das Internet Kapital und Avantgarde versöhnt“ durchaus mit einem Schuss Polemik, dumm ist die Kernaussage am Ende des langen Kommentars aber nicht:

„Die digitale Boheme, wie sich die Avantgarde heute nennt, hat sich mit den Internetkonzernen verbunden. In ihr haben die rüden Methoden von Facebook und Google ihre nachsichtigsten Anwälte und ihre Innovationen die größten Befürworter. Beide lieben die Rhetorik der Weltverbesserung und des Fortschritts. Der amerikanische Kapitalismus und die digitale Boheme sind Freunde geworden. Beiden gefällt das. Auch wenn sie das so deutlich nicht sagen würden.“ (Quelle: cicero.de)

Eigentlich waren die intellektuelle Elite und die künstlerische Avantgarde immer autark, sprachen gerne und laut gegen Missentwicklungen, eckten an. Das kommt natürlich auch heute noch vor. Zu denen aber, die sich als die wahren Machthaber von morgen entwickeln, legen sie heutzutage einen Kuschelkurs ein:

– Apple ist Gott.
– Wer Google nicht nutzt, ist selber schuld.
– Facebook und Twitter sind prima zur Selbstvermarktung.

Wird also alles anders? Muss aus den Graswurzel-Skeptikern die neue Speerspitze werden – was aufgrund der Skepsis wohl nicht passieren wird? Haben die sogenannten Mover und Shaker ihren Esprit in Anbiederung verloren?

Zugegeben, auch vorliegendert Beitrag verallgemeinert und hat Polemik in sich. Aber interessant ist die Entwicklung schon.

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