Mann im Schatten

Früher, da war ja alles besser. Die Menschen hatten noch Stil, genossen das Reisen, hatten gigantische, solide Lederkoffer – und waren umgeben von Schönheit. Auch und vor allem unterwegs.

So stellt man sich das klassische Reisen gerne als umgeben von Eleganz vor, als man per Orientexpress durch die Träume rollte, den Nil hochfuhr und dabei schwergewichtige Literatur las – oder eben Jane Austen.

Heute ist das nicht mehr so schön, findet Style-Meister Stephen Pulvirent, der sich ganz dem altmodischen Gentlemantum verschrieben hat. Ein bisschen Recht hat er in seinem Artikel über die „Inelegance of Travel“ natürlich schon. Elegant, modisch und gentlemanlike ist das nicht mehr, was sich heute durch die Flughäfen schiebt. Andererseits reisen heutzutage aber auch fast alle sozialen Klassen. Das war damals anders. Ob das damals unbedingt besser war, darf offen bleiben.

Die Kundschaft von damals ist heute natürlich auch noch unterwegs, aber nur in abgeschotteten Lounges zu finden. 1. Klasse. Separater Eingang. Direkter Zugang zum Flugzeug. Ruhe vor dem Pöbel.

Vielleicht hätte Stephen lieber ein paar Klassen höher buchen sollen, dann wäre er auch nicht mit so viel Inelegance konfrontiert worden. Wenn es gar zu arg wird, kann er aber auch Asyl in einem hervorragenden Berliner Geschäft suchen – und zwar bei Reiseantiquitäten!

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