Mann im Schatten

Dass es nicht so weitergeht, wie bisher, ist allen Beteiligten im weiteren Zeitungswesen bekannt. Die Frage ist nur – und das seit Jahren unverändert: wie geht man mit der neuen Internet-Situation um und wie lässt sich Geld verdienen in der digitalen Umsonst-Welt?

iPad und iPhone als Paradigmen-Änderer

iPad und iPhone als Paradigmen-Änderer

Das neue Hoffnungspferdchen: Apps für iPhone und andere Smartphones. Außerdem, seit einer guten Woche: das neue Apple-Produkt iPad. Was das an Paradigmen-Wechsel bedeutet oder bedeuten könnte, hat jetzt kress.de jetzt sehr schön, und ganz ohne Internet-Polemik, formuliert:

1. Nicht Apple muss sich um die Inhalte sorgen. Die Medienunternehmen stehen Schlange, um ihre Inhalte bei Apple unterzubringen.

2. Der iPad signalisiert einen Paradigmenwechsel. Es sind Technologieunternehmen, die den Medien künftig die Gefäße entwerfen, in die sie ihre Inhalte füllen können. Medienkonzerne spielen nun auf Feldern, deren Form und Belag sie sich nicht mehr aussuchen können.

3. Eine eigene Infrastruktur für Zeitschriften und Zeitungen ist nicht angekündigt. Früher oder später wird Apple aber eine solche aufbauen. Die Inhaltelieferanten werden sicherstellen müssen, dass sie beim Share-Modell und dem Umgang mit Kundeninformationen nicht benachteiligt werden.

4. Der Weg über Apps zu geschlosseneren, nicht multitaskingfähigen Systemen kann sich als Vorteil für Medien erweisen. Eine perfekte iPad-Anwendung wäre dann eine Welt für sich, auf die sich die Nutzer voll konzentrieren können.

5. Digitale Inhalte werden sich künftig stärker differenzieren. Eine Nachricht ist bereits heute eine Ware, die kostenlos im Internet abgerufen werden kann. Reportagen, exklusive Geschichten, vielleicht auch Meinungen und viele Multimedia-Elemente wandern hinter Bezahlschranken oder gleich in Bezahl-Apps.

6. Eine der Kernfragen für Medienunternehmen wird lauten: Kooperieren oder konkurrieren? Bertelsmann baut mit dem Deutschen Presse-Vertrieb eine verlagsübergreifende Digital-Plattform für Inhalte auf, die geräteunabhängig funktionieren soll. Ob Medien weiter alle Kanäle bedienen können und auf vielen Plattformen ihre Inhalte anbieten können, oder ob sie sich letztlich für eine der unterschiedlichen Plattformen entscheiden müssen, ist völlig offen.

(Quelle: kress.de)

Klug beobachtet und geschlussfolgert. Es bleibt also spannend in der Journalismus-Evolution.

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