Mann im Schatten

„Ballermann für Headbanger“ nennt Spiegel.de seinen Artikel zum Wacken-Festival 2010 – „das gehypte Open Air“ – und macht genau das, was den angeprangerten Wacken-Hype erst losgetreten hat. Sie bringen Bilder und Berichte über all den ach so verrückten Wacken-Metal-Jahrmarkt.

Wer hypt das Festival denn? Die Metaller selber, oder die Medien drumherum? Und egal, wie wichtig die Rahmenveranstaltungen wie Wrestling, Wet-T-Shirt-Contest und so weiter werden, und egal wie billig oder fragwürdig sie sind: geht es nicht primär immer noch um das Gesamtpaket aus Musik, Unterhaltung, Party?

Wer sich tatsächlich auf dem Gelände des gerade vergangenen Festivals umgesehen hat sollte gemerkt haben, dass die Ballermann-Gegend, der so genannte Wacken-Plaza mit Wikingern, Rittern, Mittelaltermarkt, Öl-Catchen, Wrestling, Fußball-Feldern und dergleichen mehr, deutlich entspannter war, als das Gedränge vor den Bühnen. Freundliche Menschen verkauften größtenteils unsinniges Zeug, das die Besucher aber haben wollten: Schwerter, Äxte, Fälle, Schnaps, Brot – was auch immer. Da alle eine gute Zeit hatten, kann man Mit-Veranstalter Jensen und seinem Zitat nur zustimmen, das den Artikel abschließt:

“Wir haben alle nur ein Ziel: dass das ‘ne geile Party wird.”

Haben die Veranstalter geschafft, denn den Zuschauern hat es gefallen. Und es war mal wieder nur halb so verrückt, wie es manche Medien gerne hätten.

Auf Bilder der Baller-Metaller wird an dieser Stelle übrigens mit voller Absicht verzichtet.

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