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Der Fortschritt verändert Wortbedeutung genauso, wie Klangerlebnis

Der Fortschritt verändert Wortbedeutung genauso, wie Klangerlebnis

In 1984 von Georg Orwell gab es Newspeak, die neue Sprache, die revolutionäre Gedanken durch die Manipulation von Sprache unmöglich machte. Wer Sprache manipulieren kann, hat auch die Deutungshoheit über Inhalte. Das haben auch schon diverse Philosophen thematisiert: die Macht der Sprache und das Problem mit dem Inhalt des Gesagten. Ein Blick in die Schriften von Wittgenstein ist da zum Beispiel durchaus interessant.

Gleiches passiert momentan auch auf dem Musikmarkt, fürchtet zumindest Autor Toprak in seinem Kommentar „MP3-Mythen, Quatsch und Halbwahrheiten“. Er bemängelt, dass über mp3 geschrieben werde, als sei das wirklich ein gutes Audioformat für audiophile Menschen – und das würde auch noch geglaubt. Zeit damit aufzuräumen.

Und er hat Recht! Wenn erstmal lange genug davon gesprochen werde, dass die Qualität komprimierter Musik immer besser werde, wird irgendwann verdrängt, dass komprimierte Musik a priori schon weniger Qualität liefert, als unkomprimierte.

„Erst kürzlich war bei einem bekannten News-Portal zu lesen, dass Internetradiostationen “hervorragende Klangqualität” bieten. Erschreckend auch, wie undifferenziert in Testberichten über MP3-Player und Home Entertainment-Anlagen zum Thema Klangqualität gesprochen wird. Da reicht es schon, wenn die Anlage “druckvolle Bässe und seidige Höhen” bietet, dann ist alles gut. Es scheint, hier geht gerade grundlegendes Wissen über das verloren, was die Klangqualität bei der Musikwiedergabe ausmacht. Höchste Zeit, ein paar Dinge klarzustellen.“ (Quelle: „MP3-Mythen, Quatsch und Halbwahrheiten“)

Da kann man einfach nur zustimmen, wenn man gerne Musik hört.

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