Mann im Schatten

Gewandert in Tschechien. Gewandert im Harz. Gewandert in den Alpen. Schottlands Highlands stehen an. Die Gegend um Berlin? Auch. War nett.

    Rotes Luch in der Märkischen Schweiz

Rotes Luch in der Märkischen Schweiz

Vor zwei Wochen strahlte der Märzfrühling viel zu warm und brachte mich wieder auf den E11. Nach Osten. Da steht noch einiges an, der erste Schritt ist die Märkische Schweiz. Heute im Dauerregen ging es weiter. Und irgendwie habe ich es vermisst: maximal minimal hügelig, Kiefernwälder, Heide, Nachwintersümpfe. Einsam, friedlich, unaufgeregt. Wenn der Wald nicht frisch aufgeforstet war, wirkte er richtig alt. In jedem Dorf das urwüchsige Bild der trutzigen kleinen Kirche, schweres Grobsteinfundament, geholzte Inneneinrichtung, die Tür immer unverschlossen.

Heute führte mich der Europäische Fernwanderweg E11 bis nach Buckow. Süßes kleines Städtchen, wo der Busfahrer zwischen 14h und 15h einfach mal Pause macht. Sei ihm gegönnt – es gibt zum Glück gleich zwei geöffnete Cafés. Welches nehmen? Das urig altmodische oder das typische am Marktplatz? Keine Frage – dafür Enttäuschung. Urig von außen ist von innen Kirschholzeinrichtung, schlechter Kaffee aus dem Vollautomaten und fertig gelieferter Kuchen. Dafür Ruhe. Irgendwann ist gar kein weiterer Kunde mehr im Laden und die Ruhe perfekt für die letzten Seiten des Arthur Machen Buches. Noch schöner gewesen wäre es mit einem soliden, echten, schnöden Filterkaffee. Omas Kuchen noch dazu? Himmel!

Cafe in Buckow

Cafe in Buckow

Im Zug von Lichenberg ins Zentrum sind auch wieder junge Leute zu sehen. Fast schon schade. Berliner Umland hinterlässt immer dieses Gefühl, noch wahnsinnig jung zu sein.

Nächste E11-Etappe? Rüber nach Seelow. Ich freue mich drauf.

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