Mann im Schatten

Homosexuelle Menschen sollen nicht nur in aller Öffentlichkeit ihre Widernatürlichkeit ausleben dürfen, sondern auch noch Kinder, die sonst keine Eltern hätten, adoptieren können? Geht gar nicht! Zumindest nicht in Bayern, wo noch echte Werte gelten – fand bis vor kurzem die CSU.

Klar ist es schade für Kinder, wenn sie keine Eltern haben und daher nicht im ach so CSU-gepflegten Familienbild “Vater-Mutter-Kind” aufwachsen, aber trotzdem ist noch viel besser, als bei „denen“ verdorben zu werden.

Jetzt endlich haben es die Berg-Fritzen der Partei dann doch erkannt, dass auch schwule Menschen gar nicht mal so schlimm sind. Zähneknirschend wurde die Verfassungsklage wieder zurückgezogen, nach der homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren können sollen. Wohlgemerkt: die Klage. Die Einstellung wird die gleiche geblieben sein, denn die weiteren Pläne von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries seien damit noch lange nicht durch, mutmaßt der BR.

Immerhin hat sich Bayerns Regierung damit offiziell mal einen halben Meter aus dem gefühlten Mittelalter raus bewegt. Applaudieren müssen wir für eine solche Selbstverständlichkeit aber wohl nicht…

Hexen-Verfolgung im Mittelalter

Hexen-Verfolgung im Mittelalter

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2 Responses to “Homo-Ehe: Bayern verlässt das Mittelalter”

  1. knut

    Nur so am Rande: Die exessive Hexenverfolgung ist ein Produkt der Neuzeit, nicht des Mittelalters.

  2. Tobias

    Da hast du natürlich Recht. Aber es ging auch nicht um historische Exaktheit, sondern um ein allgemeinverständliches Bild.

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