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Kunst, Museen und Apps - eine gute Kombination?

Kunst, Museen und Apps - eine gute Kombination?

Den deutschen Museen und Theatern geht es schlecht – zu sehr hängen sie an Zuschüssen des immer kleiner werdenden Topfes von Kommunen und Gemeinden. Kunst als Selbstzweck des Bildungsbürgertums reicht da nicht mehr aus, um die Kassen voll und die Türen offen zu halten.

Andere Wege müssen her, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung. Am besten einfach zu machen, wirkungsvoll, preiswert. Man könnte sich ja bei Facebook anmelden, twittern, oder sogar eine App anbieten. Passiert auch schon alles, wie zeit.de berichtet.

Prinzipiell ist das eine super Entwicklung, denn einfach nur fett auf die Notwendigkeit und den heiligen Selbstwert der Kunst zu pochen und zu hoffen, reicht einfach nicht mehr. Schön wäre es allerdings, wenn dieser Service-Charakter nicht nur oberflächlich bleibt, sondern ins Selbstverständnis der Verantwortlichen übergeht. Der Balance-Akt ist sicher schwer, denn eine App für zum Beispiel Münchens alte Pinakothek ist sicherlich so überflüssig, wie die Neuerfindung der Laufmasche als modischem Accessoire.

Außerdem ist auch nicht alles Neue sofort auch gut, sinnvoll und universal heilbringend. Wenn nun aber viele Menschen über die Sprache von Social Media und ähnlichem erreicht werden können, dann sollte man ihnen über diesen Kanal auch sagen, was sich in der Welt der Kunst tut. Das würde auch das durchaus angerostete und verstaubte Image etwas auflockern.

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