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Ligna - GPS-Theater-Spaziergang

Ligna - GPS-Theater-Spaziergang

Wie waren wir beeindruckt, als William Gibson 1993 – 1999 mit der Bridge-Trilogie die VR-Brillen ins Spiel brachte, die eine zusätzlich Schicht in die „reale“ Welt brachte. Digitale Welt und reale konnten in der Geschichte verschmilzen. Jahre später brachte er es mit PATTERN RECOGNITION (2003) und Spatial Art in die Jetzt-Welt. Aber Geschichten und theoretisch machbare Technik sind das Eine, real erlebte Gegenwart das Andere.

Ganz real ist die Theater-Audio-Aufführung per GPS-Spaziergang, die das Deutsche Theater Berlin momenten anbietet. LIGNA heißt sie. Der Besucher wird mit einem Android-Handy ausgestattet und durch Berlin geschickt. Per GPS werden in der extra konzipierten App Audiofiles abgespielt, die teils lokalen Bezug mit Geschichte zeigen, teils das Sammeln digitaler Daten, Massenverhalten bei Menschen, Überwachung und vieles mehr thematisieren.

Ein interessanter und extrem kurzweiliger 2h-Spaziergang, der nach Veranstalter-Angabe im Frühling 2011 fortgesetzt werden soll. Inhaltlich und technisch erweitert natürlich. „Das Problem ist nicht, was machbar ist, sondern die Auswahl, was der gigantischen Möglichkeiten unserem Konzept etwas bringt,“ erklärte eine der Veranstalterinnen beim inoffiziellen Gespräch.

Man darf gespannt sein, denn schon jetzt ermöglichen die diversen Apps ein multimediales Theater-Erlebnis, das vor fünf Jahren noch Science Fiction gewesen wäre.

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