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Küss mich Zombie, bevor ich eingeschlafen bin

Küss mich Zombie, bevor ich eingeschlafen bin

Es gibt ein Film-Genre, das scheint wirklich nur und ausschließlich den verschrobenen Diehard-Fans verständlich zu sein: Horror. Egal wie viele Filme aus diesem Genre höchsten Ansprüchen genügen und selbst in den Feuilletons dieser Welt diskutiert und gelobt werden – es kommen immer neue Abarten, die vorgeben, der Fantasie neueste Errungenschaft zu sein. Das wird natürlich PR-geschickt mit massivem Festival-Namedropping beworben, bis der Feldtest das Gegenteil beweist.

Einer dieser Filme ist „Küss mich, Zombie“, angeblich romantische Zombie-Comedy und laut Rückseiten-Zitat von bloody-disgusting.com „Der Festival-Tophit 2009!“. Das findet man auf der Webseite dann zwar nicht, macht aber nichts, denn allein die acht darunter genannten Szene-Festivals, an denen „Küss mich, Zombie“ teilgenommen hat, könnten ja auf einen tollen Film hinweisen.

Amazon.de hat bisher zwei Kritiken. Eine vernichtend. Eine sehr gelangweilt. Beide haben Recht. Noch uninspirierter, zielloser und langweiliger sind wenig Filme. Eine Dreistigkeit, dieses Werk überhaupt zu Festivals zu schicken. Andererseits ist es jedes Jahr das gleiche: Film XY ist plötzlich der nächste Kultstreifen, wie man laut Szene-PR  ja schon unlängst zum Beispiel beim Fantasy Film Fest feststellen konnte. Dass es der fast einzige gute Film im Programm war, wird verschwiegen.

Was sind die Festival-Embleme also wert, wenn selbst der langweiligste Film, mit dem langweiligsten Medienecho außerhalb der skurrilen Szene, teilnehmen und sich damit auch noch brüsten darf? Was sind Fachmeinungen der Szene-Tester wert, wenn niemand außerhalb die Filme anerkennen will? Oder ist das die falsche Fragestellung, weil Festivals und Kritiker aus der Szene, für die Szene schreiben?

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