Mann im Schatten

Eigentlich kann Berlin immer alles fast am Besten von Allen. Vor allem, wenn es ums Feiern geht. Sollte das bei Weihnachtsmärkten etwa anders sein? „Die Märkte hier in Berlin taugen nicht viel,“ hieß es kürzlich. Das wäre schade, denn so klischeebehaftet und kitschig die Märkte oft sind, so sehr gehört es zum romantisch verklärten Weihnachtsmärchen dazu, an das man sich in der frostkalten Zeit zumindest im Dezember noch klammern kann.

Also Probe aufs Exempel. Jahrmarkt am Alex braucht natürlich niemand. Den „nostalgischen Weihnachtsmarkt“ ums Opernpalais braucht trotz weniger netter Stände niemand. Gendarmenmarkt soll gut sein, hieß es, ist aber auch recht klinisch. Hätte so ähnlich auch in München stehen können. Sollte man in Berlin nur niemanden sagen. Dabei haben beide Märkte eine traumhaft passende Kulisse.

Nachdem um kurz nach 22h schon alles dicht gemacht wird, bricht der Test ab. Im Kalten. Viel zu nüchtern. Ohne Spekulatius. Hat sich Santa etwa doch noch in Nürnberg, München oder Köln aufgehalten? Oder sind Berliner in diesem Punkt tatsächlich mal Opfer ihres selbstgewählten Images der rumpeligen, nichtgruppenfeierischen Grundstimmung? Oder sind die sinnvollen Märkte doch dort, wo nicht auch noch alle Touristen hinrennen? Jagdschloss Grunewald vielleicht? Mitten im Wald?

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2 Responses to “Es vorweihnachtet sehr, aber nicht in Berlin”

  1. Christine

    Ich kann dir nur den Weihnachtsmarkt in Köln empfehlen. In Duisburg der ist auch nicht schlecht wenn man sich an den ganzen Dreck der da in den Ecken rumliegt nicht stört.

  2. Tobias

    In Köln gibt es sogar diverse gute Weihnachtsmärkte – selbst der am Neumarkt hat sich mittlerweile ja berappelt. Leider können die Berliner das anscheinend noch nicht so wirklich. Better luck next year?

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