Mann im Schatten

Sherlock Holmes sagte es gerne, und hatte damit – wie immer – Recht: „time is of the essence“. Das stimmt gerade und erstrecht im Internet, wie ein Fachmann nach dem anderen erklärt. Leider wollen das selbst Autoren teils riesiger und erfolgreicher Seiten immer mal wieder nicht wahr haben.

Wahlloses Beispiel: gestern ging ein theoretisch furchtbar interessanter Artikel über die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) bei hr-online.de live. Prima, FSK kennt jeder, aber niemand weiß wirklich über die Bescheid. Gut, dass es jetzt den Artikel gibt.

Am Ende der Lektüre ist klar, dass die Autorin nicht 60 ist, Mutter ist, zu dünn angezogen  war, als Kind unerlaubt Star Wars gesehen hat, tatsächlich vor dem Termine mit der FSK telefonierte, keine Horror-Filme mag, usw. usw. usw. Aber sollte es nicht um die FSK gehen? Naja, ein bisschen was erfährt man auch, aber nur so wenig, dass es problemlos in zwei Absätze gepasst hätte. Sähe doof aus? Na dann erzählen wir doch einfach mal noch haufenweise belanglosen Kram dazu. Im Internet ist doch Platz.

Klar ist im Internet Platz – u.a. für so vielleicht überflüssige Blogs wie diesen hier – aber die Bereitschaft, unnötig aufgeblähte Artikel zu lesen wird dadurch nicht größer. Warum also die oft überflüssig lange Arbeit der Autoren, die den Lesern so unnötig viel Lesearbeit bringt, um doch nur einen Bruchteil der per Überschrift versprochenen Info zu erhalten???

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