Mann im Schatten

Ich habe nie verstanden, warum Vorfreude die größte Freude sein soll. Sie dauert einfach nur länger. Aber kann man das aufrechnen?

So’s drum. Meine Vorfreude steigt seit Wochen. Genau genommen, lebe ich seit Wochen auf den Tag X hin. Und der ist zum Greifen nahe: Dann stehe ich pervers früh auf, fahre zum Flughafen, fliege nach Portugal und starte endlich – nur um das nochmal zu betonen: ENDLICH! – wieder eine Wanderung.

Eine gute Woche lang werde ich die Atlantikküste Portugals hochwandern. Teilweise über den Historical Way und über den kompletten Fisherman’s Trail der Rota Vicentina. Wer den Weg gegangen ist, schwärmt von einem der schönsten Weitwanderwege überhaupt – ich bin gespannt. Es dürfte um diese Jahreszeit auf jeden Fall angenehm frisch, durchaus regnerisch, und vor allem menschenleer sein. Die ganze Gewalt des Atlantiks für mich. Wenn dieses Kopfkino stimmt, wird es phänomenal.

Einer der schönsten Wanderwege: Rota Vicentina in Portugal (c) rotavicentina.com

Einer der schönsten Wanderwege: Rota Vicentina in Portugal (c) rotavicentina.com

Am Sonntag habe ich schon die Fjällräven-Hose gewachst (der Klassiker), gestern eine Packliste geschrieben, heute die Hälfte der Sachen in den Rucksack gepackt. Morgen folgt der Rest. Immer wieder erstaunlich, was da so alles reinpasst, wenn es muss. Ach ja, Schuhe imprägniert. Wird notwendig.

Im Mai waren es die Highlands in Schottland – jetzt die wilde Meeresweite und das karge trockene Land. Ein schöner Kontrast. Und noch viel wichtiger:

Endlich wieder losziehen.

Nicht erreichbar.

Keine Kompromisse.

Reduktion auf das Wesentliche.

Neuer Fokus.

In den letzten Wochen juckte es in jeder Arbeitspause. Losgehen. Wenigstens in den Park. Jetzt ist es wieder so weit. Tagesziele? Unterkünfte? Pläne? Egal.

Raus.

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