Mann im Schatten

Am 28.01.2010 startet der groß produzierte Film „Ein russischer Sommer“ offiziell im Kino. Einen Tag vorher gab es die schicke Premiere im Kino International in Berlin. Schönster Ost-Charme, Blitzlichtstakkato auf Regisseur, Hauptdarsteller, Tolstoi-Erben und anschließende Verköstigung inklusive.

Ein russischer Sommer

Ein russischer Sommer

Der Höhepunkt des Abends kam dann eigentlich aber schon vor der Film-Vorführung mit der Ankündigung, dass „Ein russischer Sommer“ hoffentlich der lustigste Film über den Tod eines 82-Jährigen sei, den die Anwesenden je gesehen hätten.

War er dann auch. Trotz des russischen Hangs zu schweren Themen ist der Film über die letzten Wochen im Leben des großen Lew Nikolajewitsch Tolstoi locker inszeniert, muss der Zuschauer immer wieder lachen und kann sich so ganz der finalen Tragik hingeben.

Dass an manchen Stellen vielleicht etwas zu dick aufgetragen wurde, stört da schon gar nicht mehr. Vielleicht liegt das aber auch am Wodka und den russischen Leckeren, die nach der Vorführung gereicht wurden und von Film-Menschen, erwähnten Tolstoi-Nachkommen, Presse und sonst irgendwie wichtigen Menschen genossen werden. So bestochen kann man den Film irgendwie auch gar nicht schlecht finden.

Außerdem: wann darf man schon mal so ungeniert über den Tod eines 82-Jährigen lachen, der ganz nebenbei auch noch ein Held der russischen Kultur-Geschichte ist?

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