Seltsame Zeiten, das. Die Krise reißt ein solches Finanzloch in manch öffentlichen Haushalt, dass wie in Wuppertal geschehen durchaus Kultureinrichtungen wie öffentliche Theater geschlossen werden. Auf der anderen Seite ist – zum Glück – das Geld für ein Projekt wie die Deutsche Digitale Bibliothek da.
Unter diesem Namen wird jetzt ein Projekt gestartet, dass „mehr als 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland vernetzen“ soll (Quelle: tagesschau.de).
„Vorgesehen ist, dass die Bibliothek digitale Kopien von Büchern, Bildern, Archivalien, Skulpturen, Noten, Musik und Filmen zur Verfügung stellt und damit alle Arten von Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Bibliotheken, Archive, Museen, Mediatheken und wissenschaftliche Institute umfasst.“ (Quelle: tagesschau.de)
Ein prima Plan – Kultur für jeden. Zumindest für jeden den es interessiert. Ein Stückchen Internet-Utopie alter Schule also, als noch Information für alle gefordert wurde. Ein interessantes Angebot auch in Zeiten, in denen fast alle großen Nachrichten-Angebote im Web – und diese sind schließlich ein Teil der Kulturlandschaft – Bezahlinhalt fordern.
Ob das wie großspurig angekündigt eine „angemessene Antwort auf Google“ sei, bleibt abzuwarten, da eben Kultur als öffentlicher Auftrag dahinter steht, und kein Kommerz-Imperium. Ein absolut begrüßenswertes Projekt ist es allemal. Auch oder erstrecht in Zeiten der Krise und knappen Kassen.
Kultur ist für alle da.
