Mann im Schatten

Bundeswehr als "Unterschichtenarmee"

Bundeswehr als "Unterschichtenarmee" (c) bundeswehr.de

Michael Wolffsohn, Prof. für Geschichte an der Bundeswehruniversität, hat sich mit diversen falschen Annahmen über die Bundeswehr auseinandergesetzt – er nennt sie „Legenden“. Dabei kommt er u.a. zum Ergebnis, dass wir eine „Unterschichtenarmee“ hätten.

Jetzt mal ernsthaft. Erwartet wirklich Jemand etwas anderes? Das allgemeine Bild des deutschen Soldaten ist zum Glück noch nicht das der schießwütigen Dumpfbacke, des nationalen Überzeugungstäters oder des Opfers sozialer Ungerechtigkeit, der nie Bildung erfahren hat und sonst gar keinen Job finden würde – auch wenn letzteres schon fast Realität ist. Aber welcher Abiturient geht schon zum Bund?

Wehrdienst ist die eine Seite, dem kann Mancher noch was abgewinnen (fit gemacht werden, was erleben, für Deutschland Dienst tun) – aber es bleibt fast Niemand mehr länger. Studieren beim Bund? Wofür gibt es Unis? Arbeiten beim Bund? Das Image ist viel zu altmodisch und die freie Wirtschaft verspricht bessere Chancen. Eine Offenbarung ist diese eher traurige Feststellung von Michael Wolffsohn also kaum.

Das Wort „Unterschichtenarmee“ hingegen geht gar nicht klar, denn es bringt sofort die absolut richtige und notwendige Diskussion darüber auf den Tisch, wer oder was denn warum nun die Unterschicht sein soll. Trotzdem sind aber ein paar der weiteren Ausführungen zur aktuellen Lage doch ziemlich interessant – sie sind hier zu finden.

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