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Vor Times Online kommt die Geldschranke

Vor Times Online kommt die Geldschranke

Die großen Medienunternehmen sind sich längst einig: wer (teuer) Inhalte schafft, der soll dafür auch Geld nehmen dürfen. Auch im Internet, denn das sei schließlich kein rechtsfreier Raum.

In dieses Horn stößt Hubert Burda genauso wie der Axel Springer Vorstand. Während über Sinn oder Unsinn eines solchen Vorstoßes noch eifrig diskutiert wird, schafft Rupert Murdoch jetzt Tatsachen: ab April 2010 soll die Seite von Times Online nur noch gegen Geld zu sehen sein.

Es wird also nicht mehr darüber gesprochen, durch Apps, Specials oder ähnliches „Bonusmaterial“ Geld zu erwirtschaften, sondern sämtlichen Inhalt nur noch gegen Kohle zu zeigen. Das wird erstmal einen massiven Reichweiten-Einbruch zur Folge haben. Und dann? Dann wird es spannend. Denn was bringt eine hohe Reichweite, wenn kein Geld reinkommt? Aber reicht das Modell mit eingebüßter Reichweite zur Refinanzierung?

Das bleibt abzuwarten, denn der Murdoch-Vorstoß ist ziemliches Neuland im hart umkämpften Zukunftsmarkt Internet. Die Branche wird interessiert auf das Vorreiter-Modell schauen. Momentan jedenfals hat Chefredakteur James Harding erstmal Recht mit seiner Einschätzung:
„Wir befinden uns in dem Kampf unseres Lebens.“ (Quelle: kress.de)

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