Mann im Schatten

Bei Stromstößen hört der Spaß auf

Bei Stromstößen hört der Spaß auf

Das Elektroschock-Experiment ist wohl eines der berühmtesten im soziologischen Allgemeinwissenssektor. Es sollte 1961 in New Haven herausfinden, ob normale Durchschnittsbürger (was immer das auch ist) andere Menschen mit Stromstößen foltern würden, wenn man es ihnen in einer perfiden Versuchsanordnung befielt.

Das Experiment ist als Milgram-Experiment berühmt geworden und viele Menschen haben sich seit dem gefragt, wie sie in der Situation reagiert hätten. „Schade, dass ich es nie rausfinden kann – ich kenne den Clou an der Sache ja“ mögen sich viele gedacht haben.

Pustekuchen. In Frankreich wurde das Experiment just jetzt neu aufgelegt. Entweder haben die Macher tatsächlich die einzigen Probanden gefunden, die das Experiment nicht kannten, oder es wurde schlicht nichts gelernt aus dem Milgram-Experiment. Zugegeben, die Versuchsanordnung war eine etwas andere, da die Autorität des Fernsehens dahinter stand – das Ergebnis spricht aber für sich:

„In Stanley Milgrams Versuch vor 50 Jahren, als Wissenschaftler die Autorität verkörperten, waren rund 60 Prozent der Testpersonen gehorsam. Bei Christophe Nick, wo das Fernsehen die Autorität darstellt, sind es 80 Prozent. “Das Fernsehen”, so seine Schlussfolgerung, “hat eine erschreckende Macht. Es kann fast jeden dazu bringen, alles zu tun.“ (Quelle: tagesschau.de)

Und da soll noch mal jemand sagen, das Fernsehen sie von gestern. Internet und so.  Schön, dass sich der Mensch gerne durch seine exorbitante Lernfähigkeit von der Tierwelt abnabeln möchte.

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