Mann im Schatten

Es fällt leicht, sich über die pressefeindlichen Ausschreitungen in Ägypten aufzuregen – auf Grundlage von Presseberichten. Fakt ist, dass Pressefreiheit eine Grundstütze für ein einigermaßen freies Miteinander ist. Wenn diese so mit Füßen getreten wird, wie momentan aus Ägypten berichtet, ist das ein schweres Unrecht an den Journalisten vor Ort, den Menschen in Ägypten und denen, die im Ausland erreicht werden sollten, um zum Beispiel zu helfen. Die Internetsperre war ein Unrecht – bei dem aber noch keine Menschen bedroht, verfolgt oder sogar verletzt wurden. Das scheint jetzt anders zu sein:

“ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg sagte in der “heute”-Sendung, sein Team sei von “marodierenden Banden bedroht und beim Drehen behindert” worden. In Kairo werde versucht, Berichterstattung mit aller Gewalt zu unterdrücken. Der Reporter flüchtete sich zusammen mit seinen Mitarbeitern gestern in die deutsche Botschaft.
[…]
Das deckt sich mit Informationen der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG). Demnach sind mehrere Berichterstatter geschlagen und ihrer Ausrüstung beraubt worden. Betroffen seien Mitarbeiter von Sendern wie BBC, Al-Dschasira, CNN, Al-Arabija und ABC News. Ein epa-Fotograf wurde am Kopf verletzt und von Armeesoldaten gerettet. Ein CNN-Reporter wurde mit seinem Team während laufender Kamera von Straßenkämpfern angegriffen.”

(Quelle: tagesschau.de)

Diese Berichte noch kommentieren zu wollen, erübrigt sich wohl. Traurig und erschütternd. Mal wieder.

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