Mann im Schatten

Da hat sich Designer John Varvatos ja ganz was Tolles ausgedacht. Weil er Rock’n’Roll ja so gerne mag, und auch schon mit Franz Ferdinand, Slash und Joan Jett gearbeitet hat, entwirft er jetzt gleich mal Rock’n’Roll-Mode.

Als medienwirksame Paten konnte er die Altrocker ZZ Top gewinnen, die sich mit teuren Mänteln, Hosen und Sonnenbrillen schwarz-weiß vor einer pseudo-afrikanischen Tierlandschaft fotografieren lassen. Was der Hintergrund mit Rock’n’Roll zu tun hat, ist dabei ebenso fragwürdig, wie das Rock-Verständnis des Designers.

ZZ Top als Stil-Ikonen (c) johnvarvatos.com

ZZ Top als Stil-Ikonen (c) johnvarvatos.com

Zugegeben, er hält sich immerhin an schlichtes Schwarz, anstatt auf Totenkopf-Aplikationen zu setzen, aber was hat lupenreine teure Mode mit Rock zu tun? Rock’n’Roll ist es eigentlich, gegen Mode zu sein. Lemmy von Motörhead ist Rock. Designer-Mode in Rock’n’Roll ist hingegen so ein Schwachsinn, dass es den darin enthaltenen Begriff von Rock’n’Roll schon ad absurdum führt.

Und wo findet Rock’n’Roll überhaupt statt – auf der Bühne und davor, oder beim Cocktail-Stelldichein der Reichen und Wichtigen? Bei ersterem sind teure Designer-Klamotten mal locker überflüssig – Zweiteres findet man auf der Rock am Ring Tribüne schon zuhauf. Und die ist ganz sicher nicht Rock.

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